Effektive Grundschläge
Viele Spieler fragen sich oft, obwohl sie soviel Kraft und Aufwand betreiben, warum Ihre Grundschläge nicht die gewünschte Wirkung haben. Selbst bei manchen Profispielern sieht man es, sie schlagen so hart auf den Ball ein, und trotzdem schaffen Sie es nicht immer einen direkten Punkt zu machen. Ihre Bälle springen nach dem Aufprall mehr nach oben, beinahe als ob sie stehen bleiben, sie sind für den Gegner eigentlich ungefährlich .
Für mich war Steffi Graf mit Ihrer Vorhand ein sehr gutes Beispiel, im Verhältnis zum Aufwand hatte dieser Ball eine enorme Wirkung, den der Ball wurde nach dem Aufprall noch schnell und schoss förmlich nach vorne.
Für Spieler ohne gute Beinarbeit waren solche Bälle eine große Herausforderung gerade auf schnellen Böden wie zum Beispiel auf Rasen.
Spieler, die in der Lage sind, solche Bälle zu schlagen werden in Zukunft immer mehr die spitzen Plätze bei den Turnieren erreichen.
Das ist nichts Neues, aber durch die extreme Topspin Ära, ist der Einsatz solche Schläge etwas im Hintertreffen geraten.
Das ist aber zum Glück vorbei, obwohl viele Trainer noch zu sehr auf extreme Griffhaltungen und extreme Topspinbälle setzen. Nichts gegen den Topspinschlag, denn Sicherheit steht im Tennis immer an erster Stelle, aber gute Tennisspieler sollten aber auch in der Lage sein, solche Bälle einzusetzen die mit wenig Drall geschlagen werden.
Das wiederum fordert natürlich sehr gute Koordination und Ballgefühl, um trotzdem die nötige Sicherheit zu haben. Die Enorme Geschwindigkeit mit der Gespielt wird im modernen Tennis, wird es immer mehr fordern.
Spieler wie Thomas Berdych, Nadal, Nalbandian, Roger Federer und einige andere sind nur ein paar Beispiele, die in der Lage sind, die sogenannten “Heavy Balls” zu spielen.
Man hat förmlich das Gefühl, dass die Bälle schwerer sind, selbst wenn diese Bälle relativ langsam gespielt werden, entwickeln sie nach dem Aufprall eine gewisse Dynamik.
Gerade die Slice-Rückhand von Federer ist eine enorme Waffe, sie spring extrem Flach auf und hat eine sehr gute Länge und ist nicht einfach zu zurückzuspielen.
Ken Rosewall hatte vor vielen Jahren eine ähnlich starke Rückhand, sie war legendär und wurde mit einer Präzision eines Laserstrahls gespielt.
Wie kann ich meine Grundschläge noch effektiver Spielen?
1. Kraft alleine wird nicht die gewünschte Geschwindigkeit bringen, sondern mit
einen schnellen lockeren Schwung, die Betonung liegt sehr wohl auf lockeren Schwung, denn obwohl viele Trainer es wissen, wird es nicht immer mit der nötigen Eindringlichkeit vermittelt.
2. Handgelenkeinsatz: das Handgelenk spielt nicht nur für die Sicherheit eine große Rolle sondern auch für die Schlagschnelligkeit. (Beschleunigung des Schlägerkopfes.)
3. Verlängern Sie Ihren Schwung nach vorne.
4. Optimale Gewichtsverlagerung
Wer doch mehr extreme Topspin Bälle schlagen möchte, sollte darauf achten, dass Bälle soviel Drall bekommen, dass sie dann nach dem Aufprall nach oben und nach vorne springen. Das macht das Returnieren dieses Balles sehr unangenehm. Diesen Effekt erreicht man, in dem man das Handgelenk verstärkt einsetzt.
Wenn Ihre Bälle nach dem Aufprall nach oben und nicht vorne springen (A) versuchen Ihren Schwung länger nach vorne zu ziehen, Sie erreichen dadurch auch noch eine bessere Länge. Nach dem Treffen lassen Sie die Schlägerspitze weiter nach vorne Schwingen. Als ob Sie den Ball ohrfeigen möchten.
Viel Spaß beim Spielen
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