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Leistungstennis für Senioren – geht das?

Der Tennissport ist nach wie vor sehr populär, inzwischen sind diejenigen, die den großen Tennisboom miterlebt haben im Rentenalter und spielen immer noch begeistert Tennis.
Viele Reiseveranstalter und Tennisklub haben diesen Markt für sich entdeckt, denn es gibt ein großes Angebot an Tennisturnieren für die Altersklassen ab 40 Jahren.

Viele Pensionäre können sich es zeitlich und finanziell erlauben an solchen Turnieren, sogar im Ausland, teilzunehmen. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass viele vom Turnier zum Turnier fahren, um sich mit anderen zu messen. Für diejenigen, die weiterkommen möchten, bedeutet es, dass sie bis zu sechs Matches pro Woche bestreiten müssen. Das ist selbst für Trainierte unter Umständen eine große Belastung. Solche Strapazen bleiben oft nicht immer ohne Folgen, denn Verletzungen im Seniorensport ist keine Seltenheit.
Das ist immer sehr frustrierend, denn abgesehen davon, dass man seinen Sport nicht ausüben kann, bedeuten Verletzungen oft längere Pausen, und erfahrungsgemäß dauert die Genesung ab einem gewissen Alter etwas länger.

Verletzungen gehören aus meiner Sicht nicht zwangsläufig dazu, wenn man im Alter Leistungstennis spielen will, denn mit der nötigen Vorbereitung können viele Verletzungen leicht vermieden werden.

Wer dauerhaft Tennis im Alter intensiv und auf einem hohen Niveau spielen möchte, muss seinen Körper auf eine solche Belastung systematisch und langsam vorbereiten.

Das bedeutet, dass ein Fitnessprogramm und die richtige Ernährung genauso zur optimalen Vorbereitung gehören.

Fitness kann man ohne Fitnessstudio auch Zuhause machen, wobei ich aus eigener Erfahrung weiß, dass es oft leichter ist, sein Fitnessprogramm im Studio durchzuziehen als Zuhause. Es gibt immer mal Tage an denen der innere Schweinehund besiegt werden muss, Zuhause gibt es genügend Dinge, die einen ablenken könnten. Geht man aber ins Studio, ist die Lethargie meistens schon verflogen, wenn man das Studio betritt.

Wer untrainiert ist, sollte langsam anfangen, dazu gehört am Anfang eine Art Grundausbildung in der alle Muskelgruppen trainiert werden, ein Zirkeltraining mit oder ohne Geräte ist hier sinnvoll. Wir wollen keinen Bodybuilding-Wettbewerb gewinnen sondern einen Körper haben, der im Alltag und im Sport leistungsfähig ist.
Versuchen Sie mindestens 3 – 4 mal pro Woche zu trainieren.

In der ersten Phase geht es darum, dass wir den Körper vorbereiten, bevor wir mit einer höheren Belastung beginnen. In der Regel hat jedes Studio ein Fitnesstrainer mit dem ein Programm erarbeiten werden kann. Das Programm muss auf den Einzelnen abgestimmt sein, damit weder eine Über- noch eine Unterbelastung stattfindet. Diese Phase kann je nach Fitnessstand 3 – 5 Wochen dauern. Das Training mit Joggen, Fahrradfahren oder Crosstraining abschließen auch wenn es nur 5 – 10 Minuten an Anfang sind.

Es gibt besondere Bereiche, die speziell im Tennis besonders beansprucht werden wie zum Beispiel Schulter, Handgelenke, Rücken, Knie und Hüfte. Nach einer Einführungsphase sollte es ein spezielles Training für diese Bereiche geben. Wer auf ein Studio verzichtet, kann Zuhause mit einem Gymnastikball, Hanteln und Gymnastikband (Theraband) arbeiten, um ebenso beste Ergebnisse zu erzielen.
Neben ein Muskelaufbauprogramm sollte auch Ausdauertraining wie Radfahren, Joggen oder Crosstraining dazu gehören.

Versuchen Sie täglich Ihre Muskulatur zu dehnen und zwar hauptsächlich nach dem Sport. Wärmen Sie sich vor jeder Aktivität immer erst gründlich auf und beginnen Sie das Training erst dann, wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Körper Betriebstemperatur erreicht hat.

Die Wintermonate eignen sich besonders gut, um ein Fitnessprogramm zu absolvieren, in der Regel spielt man dann etwas weniger Tennis.

Auch wenn Sie im Sommer vielmehr spielen sollten als im Winter, sollten Sie nicht auf Ihr
Fitnessprogramm verzichten, Sie brauchen nur die Einheiten zu reduzieren.

Haben Sie Geduld, denn der Körper brauch viel Zeit, sich anzupassen. Entscheidend ist, dass Sie regelmäßig trainieren. Alleine durch Fitness können Sie Ihre Leistung auf dem Tennisplatz erheblich steigern. Vor allem ist das ein besonderes Gefühl zu wissen, dass Sie zumindest länger als Ihr Gegner laufen können.

Neben Fitness spielt die Ernährung eine besondere Rolle, wenn Sie im Alltag und im Sport Leistungsfähig bleiben möchten. Achten Sie auf eine Ernährung mit ausreichend Ballaststoffen, viel Obst, Gemüse und Protein und TRINKEN SIE VIEL WASSER.

Damit Ihre Muskulatur optimal funktioniert, muss sie auch mit den nötigen Nährstoffen versorgt werden. In der Regel ist schwierig ausreichend Vitaminen und Mineralien zu uns zu nehmen, auch wenn wir uns ausgewogen ernähren. Ich halte es deshalb auch für notwendig, um eine optimale Leistung zu erzielen, neben einer ausgewogenen Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen. Es gibt, wie wir alle wissen, ein sehr großes Angebot an Vitamin- und Mineralienpräparaten, die wenigsten sind wirklich effektiv, denn es gibt hier erhebliche Qualitätsunterschiede, Auch hier sollte man sich vorher erkundigen und nur die besten Präparate zu sich nehmen.
Es ist genauso wichtig zu wissen, das Nahrungsergänzung kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung ist sondern lediglich eine Ergänzung bzw. eine Optimierung.

Das Wassertrinken ist aus meiner Sicht extrem wichtig und wird sehr häufig vernachlässigt.
Machen Sie sich zur Gewohnheit mindestens täglich 2 – 3 Liter zu trinken, vor allem vor einem Spiel sollten Sie schon mindestens anderthalb Stunde vorher 1 – 1,5 Liter Wasser getrunken haben.
Wenn Sie erst auf dem Platz anfangen zu trinken, kann es schon zu spät sein.

Fazit:

Wenn Sie verletzungsfrei bleiben möchten, sollten Sie darauf achten, dass Ihre Muskulatur gut genug trainiert ist und ausreichend mit Nährstoffen versorgt ist, um eine starke Belastung auszuhalten.

  • beginnen Sie mit einem für Sie abgestimmtes Fitnesstrainingsprogramm, was zu einem festen Bestandteil Ihres Lebens gehört. Halten Sie hierfür feste Termine frei
  • ernähren Sie sich ausgewogen und ergänzen Sie Ihre Ernährung mit den wichtigsten Vitaminen und Mineralien
  • dehnen Sie regelmäßig nach jedem Sport, um Ihre Beweglichkeit zu steigern
  • trinken Sie viel Wasser
  • trinken Sie Alkohol nur in Maßen

Für den einen oder anderen mag so ein Trainingsplan überwältigend erscheinen, entscheidend ist, dass Sie irgendwo beginnen und etwas unternehmen, um Ihren Körper zu trainieren und fit zu machen für die Belastung. Sie bestimmen selbst, wie oft und wie lange Sie trainieren.

Aufschlag Return – Grundschlag

 

Aufschlag Return und Grundschläge

Die Gefahr ist gross, wenn wir bestimmte Schläge wie zum Beispiel Vorhand-Cross oder Rückhand-Cross aus dem Stand trainieren, dass wir zu statisch werden. Wer häufig nur aus dem Stand trainiert, wird es irgendwann merken, dass im Spiel eine gewisse Dynamik fehlt.

Zwei Schläge, die oft vernachlässigt werden, sind zum Beispiel der Aufschlag und der Return. Mit der Übung hier oben kann man das Training etwas variabler und dynamischer gestalten und vor allem den Aufschlag und den Return so ins Training integrieren.

  1. Spieler A schlägt mit niedriger bis mittlerer  Geschwindigkeit platziert auf die Vorhand von Spieler B auf.  Zunächst geht es um Sicherheit und Präzision.
  2.  Spieler B retourniert den Aufschlag sicher lang der Linie entlang, auch Spieler B spielt mit  mittlerer Geschwindigkeit.
  3. Spieler A spielt jetz den Ball diagonal auf die Rückhand von B, der zur Rückhand laufen muss.
  4. Danach spielen beide Spieler 4 mal diagonal mit etwas höherer Geschwindigkeit, sie halten den Ball trotzdem im Spiel.
  5. Nach dem 3. Ballwechsel (Rückhand-Cross) muss Spieler B die Rückhand umlaufen und einen schnellen Ball mit der Vorhand der Linie entlang spielen. Der Punkt kann dann weiter ausgespielt werden.

Das sollte nur eine Anregung sein,  denn mit ein wenig Fantasie kann man hier viele Variationen einbauen, um mehr Dynamik und Abwechslung ins Training zu bringen.

23. November 2012
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Tennis Saisonvorbereitung

Tennis Saisonvorbereitung

Das ist nicht mehr lange bis zur neuen Freiluftsaison. Viele Tennisspieler nutzen die Osterferien oder den Monat April, um eine Tennisreise zu machen zur Vorbereitung auf die neue Saison.

Das klingt alles sehr schön, aber für manche endet die Freude schon nach wenigen Tagen. In den Prospekten sieht es immer ganz verlockend aus, 3 Stunden Tennis Täglich mit morgentlichem Joggen am Strand!

Wer schon mal so eine Tennisreise mitgemacht hat, weiß wieviele noch am Ende der Reise morgens noch zum Joggen motiviert werden können.
Was ist das Problem?
Viele Tennisspieler, die eine Tennisreise buchen, übernehmen sich schlichtweg. Sie sind dan schon nach nur wenigen Tage völlig erschöpft, haben Blasen an Händen und Füßen oder sie sind schon verletzt. Wer nicht daran gewöhnt ist, täglich 3 Stunden Tennis zu spielen, tut sich kein Gefallen damit eine solche Reise zu buchen, ohne entsprechend vorbereitet zu sein.
Das ist eine sehr gute Idee im Frühjahr eine Tennisreise zu buchen. Wenn die Saison beginnt, haben Sie sich schon längst an die Verhältnisse draußen gewöhnt.

Wenn Sie aber vorhaben auf einer Tennisreise sehr intensiv zu spielen, dann sollten Sie sich gründlich darauf vorbereiten. Sie haben jetzt nur noch wenige Wochen, in denen Sie sich noch vorbereiten können.
Was können Sie tun?

  • Wenn Sie in Mitglied im Fitnessstudio sind, machen Sie etwas Krafttraining für Schulter, Knie und Handgelenke und Wadenmuskulatur.
  • Auch Zuhause geht es.
  • Fangen Sie an etwas zu joggen.
  • Versuchen jetzt schon mehr Tennis zu spielen, so daß Ihre Hände sich daran gewöhnen können.
  • Fangen Sie im Urlaub langsam an, wenn Sie sonst nicht so oft in der Woche Tennisspielen.
  • Teilen Sie Ihre Kräfte ein und hören Sie vor allem auf Ihrem Körper.
  • Übertreiben Sie es nicht in den ersten Tagen, Ihr Körper muss sich umstellen

Es nutzt allerdings wenig, wenn Sie physisch Fit sind, aber Ihre Ausrüstung nicht in Ordnung ist. Sorgen Sie dafür, dass Sie Ihre Schläger vor der Reise neu bespannen lassen.

  • Es ist immer ärgerlich, wenn eine Saite reißt und kein Ersatz da ist.
  • Haben Sie immer einen Ersatzschläger dabei, damit Sie auf alle Eventualitäten vorbereitet sind.
  • Ersatzgriffbänder sollten auch immer dabei sein, wenn Sie viel Spielen.
  • Pflaster oder Sporttape sollten auch nicht fehlen.
  • Magnesiumtabletten, für den Fall, dass Sie anfällig sind für Krämpfe.
  • Trinken Sie viel Wasser  vor Ihrem Training.

Ich könnte sicherlich noch viele Dinge auflisten, worauf Sie achten sollten, aber da ist jeder anders.

Sehen Sie Ihre Tennisreise ganz entspannt, quälen Sie sich vor allem nicht, sonst kann Ihnen der Spaß vergehen.  Spielen Sie nicht zuviel,  setzen Sie ruhig mal eine Runde aus, sonst vergeht Ihnen am Ende die Lust!

 

 

 

 

Aufschlag-Return-für-Anfänger und Profis

Aufschlag-Return-für-Anfänger und Profis

Im Tennistraining kommen zwei Dinge auf zu kurz nämlich der Aufschlag und der Return.

Hier gibt es eine Übung in der sowohl der Aufschlag als auch der Return trainiert werden können.

1. Anstatt den Ballwechsel beim Einspielen von unten zu beginnen, bringen die Spieler den Ball mit einem Aufschlag durch die Mitte ins Spiel. Der Aufschlag wird nur langsam gespielt, hier kommt es darauf an sich auf den Rhytmus und die Bewegung zu konzentrieren. Der Aufschlag muss nicht ins Aufschlagfeld gespielt werden, entscheidend ist, dass er präzise und langsam zugespielt wird. Bei jedem Fehler beginnt der Ballwechsel wieder mit einer Angabe von oben.

2. Um den Return sinnvoll zu trainieren und ein Gefühl für den Schlag zu bekommen, ist es wichtig, dass der Spieler die Returns zunächst langsam zurückspielt. Am Besten ist es, wenn der Aufschläger zum Beispiel fünf mal in die gleiche Richtung aufschlägt, damit der Returnierer sich auf die Schlagbewegung und seine Beinarbeit konzentrieren kann. Nach zwanzig Bällen kann gewechselt werden.
Wenn der Return immer wieder in eine vorbestimmte Richtung gespielt wird, kann der Ballwechsel fortgesetzt werden, bis einer der Spieler einen Fehler macht.

Anschliessend kann Punkte ausgespielt werden, der Aufschlagende schlägt solange auf, bis einer der Spieler 10 Punkte gewonnen hat, danach wird gewechselt.

Viel Spass beim Üben.

Tennistraining

Tennistraining

Ich bin immer wieder erstaunt, mit welcher Einstellung viele gute Spieler Ihr Tennistraining gestalten. Dieser Beitrag knöpf ein wenig beim letzten Thema an.
Dieses Phänomen erlebe sogar bei sehr guten Spieler, selbst bei solchen, die Ambitionen haben, um Profi zu werden oder die zumindest in der 1. Herren- oder Damenmannschaft ihres Vereins spielen möchten.

Wenn ich ein Match konzentriert spielen möchte, dann muss ich das auch vorher üben. Viele wundern sich, dass sie Probleme haben, wenn es darum geht in einem Spiel immer konzentriert oder fokussiert zu bleiben.
Konzentration kann man, so wie viele andere Dinge, auch trainieren. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns entsprechend auf das Training vorbereiten.

Wie sieht die Vorbereitung auf das Tennistraining aus?

  • Vor dem Termin erscheinen
  • Richtig aufwärmen
  • Ausrüstung noch mal kontrollieren: Griffbänder, Getränke etc.
  • Das Trainingsziel und der Trainingsablauf müssen klar sein
  • Grundsätzlich sollte immer ein Ersatzschläger dabei sein
  • .

    Das richtige Training beginnt immer mit konzentriertem Einspielen bzw. Zuspielen. Beim Einspielen werden schon die Weichen für ein erfolgreiches Tennistraining gestellt.

    Langsam anfangen und dann allmählich das Tempo erhöhen, hier geht es darum, die Bälle genau zu zuspielen, damit jeder Spieler sich auf seinen Schlag konzentrieren kann, um ein Gefühl für die Schläge zu bekommen.
    Einige Spieler bevorzugen es im Aufschlagfeld anzufangen. Hier sollte man experimentieren, um herauszufinden, was einem gut tut oder nicht.

    Es muss nicht zwangsläufig heißen, daß wir nicht Spaß haben sollten, aber wen wir zu einem offiziellen Trainingstermin erscheinen, dann sollten wir es auch ernst nehmen und mit voller Konzentration dabei sein.
    Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass man während des Trainings über Gott und die Welt quatschten kann und gleichzeitig konzentriert ist.

    Ein Trainingsmatch sollte auch genutzt werden, um Dinge auszuprobieren. Deshalb ist es wichtig, dass man hier bestimmte Situationen trainieren, wie zum Beispiel Aufschlag/Flugball, mit mehr Tempo spielen oder Schläge einsetzen, bei denen man sonst nicht soviel Selbstvertrauen hat.
    Der Schwerpunkt liegt im Tennistraining und nicht im Gewinnen des Spiels.
    Hier machen viele Trainer und vor allem Eltern einen fatalen Fehler, in dem sie einem Trainingsergebnis viel zu viel beimessen. Kein wunder, dass die Kinder verkrampfen und Angst haben ein Spiel zu verlieren.

    Spiele deren Ergebnisse zählen, wie z.B. für ein Mannschaftsrangliste oder Klubrangliste usw. sollten vorher angekündigt werden, damit die Spieler sich entsprechend vorbereiten können.
    Wer im Training nicht frei aufspielen kann, der wird es erst recht nicht in einem Match machen können.

    Viel Spass beim Tennistraining!