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Vorhand Juan Martin Del Potro

Vorhand Juan Martin Del Potro

Die Vorhand von Del Potro gehört für mich zu den besten der Welt. Was macht seine Vorhand so effektiv und was können andere Tennisspieler von Ihm lernen?

  • Del Potro schlägt die Vorhand mit relativ wenig Topspin und schlägt sehr gut „durch“ den Ball. Das hat den Vorteil, dass der Ball nach dem Aufprall sehr flach und schnell abspringt und stellt für jeden Spieler eine Herausforderung da. Mit diesem Schlag kann Del Potro mit vergleichsweise wenig Aufwand viele direkte Punkte erzielen.
  • Die Ausholbewegung ist relativ kompakt und ermöglicht ihm dadurch nicht nur den Ball früh zu nehmen, aber vor allem ist er in der Lage mit seiner Technik sich jeder Situation anzupassen, d.h. es ermöglicht Ihm je nach Geschwindigkeit mal kürzer oder mal weiter auszuholen.
  • Zwischen seiner Aushol- und Schlagbewegung ist keine Pause und ermöglicht ihm dadurch einen flüssigen Bewegungsablauf.
  • Charackterisch für eine moderne schnelle Vorhand ist auch die Beweglichkeit des Oberkörpers. Ohne Flexibilität des Oberkörpers ist es nicht möglich den Ball so früh mit so viel Geschwindigkeit zu schlagen.
  • Die Rotation des Oberkörpers ist eine Bedingung, um eine gute Vorhand zu schlagen. Wir drehen uns nur kurz seitlich, um Schwung zu holen, aber dann wird der Oberkörper sofort wieder frontal gedreht.
  • Wenn wir zum Beispiel seitlich stehen bleiben, schränken wir die Bewegung der Vorhand ein, denn anders als bei der Rückhand ist der Weg zum Ball für die Schlaghand weiter und das ist mit ein Grund, warum wir die rechte Schulter beim Schlagen früh nach vorne rotieren sollten. Idealerweise leitet die rechte Schulter die Bewegung ein und der Arm wird quasi nachgezogen.
  • Das Handelenk spielt bei der Vorhand von Del Potro eine sehr große Rolle und ermöglicht ihm trotz der Geschwindigkeit sehr sicher zu spielen. Beim Ausholen wird das Handgelenk weit aufgeklappt, so dass dann zwischen dem Schlägerkopf und Unterarm einen 90 grad Winkel entsteht. Nach dem Treffen des Balles schließt sich das Handgelenk wieder, was vor allem auch für die Sicherheit des Schlages sehr wichtig ist.
  • Der arm schwingt schnell und locker nach vorne und gleichzeitig rotiert der ganze Oberkörper nach vorne.
  • Wenn wir den Oberkörper betrachtet, ist der Brustkorbbereich der einzige Bereich der beweglich ist. Um das zu ermöglichen ist es wichtig, dass wir die rechte Schulter beim Schlagen senken und dann nach vorne drehen. (Wenn wir den Oberkörper rotieren und die Schulter auf gleicher Ebenen halten, merken wir, wenn wir eine eine Schulter senken, es leichter ist den Oberkörper nach vorne zu drehen.)

Aufschlag Return – Grundschlag

 

Aufschlag Return und Grundschläge

Die Gefahr ist gross, wenn wir bestimmte Schläge wie zum Beispiel Vorhand-Cross oder Rückhand-Cross aus dem Stand trainieren, dass wir zu statisch werden. Wer häufig nur aus dem Stand trainiert, wird es irgendwann merken, dass im Spiel eine gewisse Dynamik fehlt.

Zwei Schläge, die oft vernachlässigt werden, sind zum Beispiel der Aufschlag und der Return. Mit der Übung hier oben kann man das Training etwas variabler und dynamischer gestalten und vor allem den Aufschlag und den Return so ins Training integrieren.

  1. Spieler A schlägt mit niedriger bis mittlerer  Geschwindigkeit platziert auf die Vorhand von Spieler B auf.  Zunächst geht es um Sicherheit und Präzision.
  2.  Spieler B retourniert den Aufschlag sicher lang der Linie entlang, auch Spieler B spielt mit  mittlerer Geschwindigkeit.
  3. Spieler A spielt jetz den Ball diagonal auf die Rückhand von B, der zur Rückhand laufen muss.
  4. Danach spielen beide Spieler 4 mal diagonal mit etwas höherer Geschwindigkeit, sie halten den Ball trotzdem im Spiel.
  5. Nach dem 3. Ballwechsel (Rückhand-Cross) muss Spieler B die Rückhand umlaufen und einen schnellen Ball mit der Vorhand der Linie entlang spielen. Der Punkt kann dann weiter ausgespielt werden.

Das sollte nur eine Anregung sein,  denn mit ein wenig Fantasie kann man hier viele Variationen einbauen, um mehr Dynamik und Abwechslung ins Training zu bringen.

23. November 2012
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Gleichgewichtsübungen für Tennis

Wenn wir dynamisch Tennisspielen möchten, es ist entscheidend, dass wir während des Schlages das Gleichgewicht halten.
Nicht immer ist es möglich, aber anstreben können wir es. Wenn wir nämlich nach dem Schlag einige Ausfallschritte machen müssen, um das Gleichgewicht wieder zu gewinnen, kann es sehr lange dauern und das führt häufig zu Hektik beim spielen.

Hier einige Übungen, die nützlich sind.

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  1. Stellen Sie sich auf ein Bein, der Körperschwerpunkt liegt sehr tief.
  2. Heben Sie das linke Knie und lassen Sie den Unterschenkel locker herunter hängen.
  3. Halten Sie die Position für einige Sekunden.
  4. Bein anschließend wechseln.
  5. Achten Sie darauf, dass der Oberkörper aufrecht bleibt.

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  1. Stellen Sie sich auf ein Bein, lassen Sie den Oberschenkel locker herunterhängen.
  2. Das Gleichgewicht ist leichter mit gebeugtem Knie zu halten.
  3. Halten Sie diese Position für einige Sekunden.
  4. Beine abwechseln.
  5. Fußgelenk lockern.

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  1. Machen Sie leichte Kniebeugen mit einem Bein, gehen Sie so tief wie möglich herunter.
  2. Machen Sie leichte Kniebeugen mit einem Bein, gehen Sie so tief wie möglich herunter.

Lockerungsübung für die Hüfte und Fußgelenke

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  1. Stehen Sie auf einem Bein, das Knie leicht gebeugt, Ihre Arme hängen ganz locker an Ihrer Seite.
  2. Der Oberschenkel hängt locker herunter, schwingen Sie ihn locker nach vorne, achten Sie dabei darauf, dass das Fußgelenk dabei locker bleibt.
  3. Anschließend Beine wechseln.
14. September 2008
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