Tennis-Tipps – Falsch einspielen eine Totsünde
Von den Tennis-Tipps, die ich jemandem geben könnte, wäre der folgende Tennistipp aus meiner Sicht mit der Wichtigste, nämlich wie man sich einspielt.
Das Einspielen muss nicht lange dauern, aber entscheidend ist die Qualität, das gilt übrigens für das Training generell.
In diesem Beitrag möchte Ihnen aufzeigen, wie Sie sich richtig Einspielen und was Sie vermeiden sollten.
So Spielen Sie sich richtig ein:
* Machen Sie einige Aufwärmübungen, um Ihre Muskulatur zu lockern, bevor Sie auf den Platz gehen. Sie werden ein besseres Ballgefühl haben, wenn Sie sich aufgewärmt haben.
* Spielen Sie Ihrem Partner den Ball ganz langsam zu, wenn es nicht möglich ist langsame Bälle von der Grundlinie zu spielen, beginnen Sie im Aufschlagfeld. Entscheidend ist, dass Sie Ihrem Partner so präzise wie nur möglich zuspielen.
Wenn Sie es richtig machen, braucht Ihr Partner sich kaum zu bewegen und er kann sich voll und ganz auf seinen Schlag konzentrieren.
* Spielen Sie zunächst nur eine Seite an, zum Beispiel nur Vorhand. Wenn Sie mehrere Ballwechsel hatten, können Sie dann die Rückhand anspielen und danach abwechselnd.
* Halten Sie den Ball solange wie möglich im Spiel. Es geht darum, dass Sie ein Gefühl für den Ball und für Ihre Schläge bekommen.
Lassen Sie Bälle, die zu kurz gespielt werden, gegebenfalls zwei mal aufspringen. Jetzt geht es nicht darum jeden Ball zu erlaufen, dafür sind andere Trainingsübungen da, sondern um Ballgefühl und Timing.
* Vermeiden Sie es Ihrem Partner den Ball direkt auf den Körper zu spielen, er müsste dann ausweichen und es könnte dazu führen, dass sein nächster Schlag nicht mehr präzise ankommt.
Das Gleiche gilt, wenn Sie oder Ihr Partner Flugball spielen. Fangen Sie grundsätzlich langsam an. Erst wenn Sie einige Minuten lang mehrere Ballwechsel hatten und das Gefühl haben, dass Ihre Technik stimmt, können Sie anfangen den Ball etwas schneller zu spielen.
Versuchen Sie immer wieder Ihrem Partner so präzise wie möglich zu zu spielen. Dasselbe gilt selbstverständlich auch umgekehrt.
Sie werden dadurch viel mehr Sicherheit in Ihren Schlägen und vor allem mehr Selbstvertrauen haben. Wenn es dann um Punkte geht, werden Sie sicherer und sogar schneller spielen können.
Zusammenfassung meiner Tennistipps
Wärmen Sie sich grundsätzlich vor dem Spiel auf.
Spielen Sie sich die Bälle langsam und präzise zu, versuchen Sie so lange möglich den Ball im Spiel zu halten.
Konzentrieren Sie sich auf Ihre Schlagtechnik.
Viel Spass beim Einspielen. Wenn Sie Fragen haben, können Sie mir gerne eine Mail schreiben.
Tennis Weltrangliste – ATP Weltrangliste
Für alle die sich für die Tennis Weltrangliste interessiert habe ich eine PDF-Datei zum herunterladen bereitgestellt.
Die Tennis Weltrangliste ist vom Stand 27. September 2010. Roger Federer
wird jetzt auf Platz 3 geführt. Wie wir wieder einmal bei den US Open sehen konnten, liegen Sieg und Niederlage so dicht beieinander.
Um die Tennis Weltrangliste herunterzuladen, einfach rechts klicken und speichern.
http://www.mein-tennistrainer.de/wp-content/uploads/2010/09/ATP-Weltrangliste27-9-2010.pdf
Rafael Nadal
Rafael Nadal
Spitzname: Rafa
Nationalität: Spanien Spanien
Geburtstag: 3. Juni 1986
Größe: 185 cm
Gewicht: 85 kg
1. Profisaison: 2001
Spielhand: Links
Trainer: Toni Nadal
Preisgeld: 34.605.902 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 460:98
Karrieretitel: 42
Höchste Platzierung: 1 (18. August 2008)
Aktuelle Platzierung: 1
Wochen als Nr. 1: 61 Wochen
Grand-Slam-Bilanz
Grand-Slam-Titel: 9
Australian Open S (2009)
French Open S (2005–2008, 2010)
Wimbledon S (2008, 2010)
US Open S (2010)
Doppel
Karrierebilanz: 82:52
Karrieretitel: 6
Höchste Platzierung: 26 (8. August 2005)
Aktuelle Platzierung: 71
Grand-Slam-Bilanz
Grand-Slam-Titel: 0
Australian Open AF (2004, 2005)
French Open —
Wimbledon 2R (2005)
US Open HF (2004)
Rafael Nadal Parera (* 3. Juni 1986 in Manacor, Mallorca) ist ein spanischer Tennisspieler. Er war vom 18. August 2008 bis zum 6. Juli 2009 die Nummer 1 der Tennis-Weltrangliste. Nach dem Gewinn der French Open 2010 übernahm er am 7. Juni 2010 wieder die Spitzenposition im ATP-Ranking.
Rafael Nadal gewann in seiner bisherigen Karriere neun Grand-Slam-Titel, fünfmal bei den French Open, zweimal in Wimbledon und jeweils einmal bei den Australian Open und den US Open. Bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking gewann Nadal zudem die Einzelkonkurrenz.

Der besonders als Sandplatzspezialist bekannte Spieler hält den Rekord der längsten Siegesserie auf Sand: zwischen April 2005 und Mai 2007 gewann er 81 Spiele in Folge, bevor er im Endspiel des Hamburger Masters-Turniers gegen Roger Federer verlor.
Inhaltsverzeichnis
Rafael (Rafa) Nadal Parera wurde auf der spanischen Insel Mallorca geboren. Der Nachname Nadal entstammt dem dort gesprochenen Katalanischen und bedeutet Weihnachten.

Nadal begann im Alter von vier Jahren mit dem Tennisspielen. Erster und bis heute einziger Trainer ist sein Onkel Toni. Nadals zweiter Onkel Miguel Ángel Nadal spielte als Profi-Fußballer unter anderem für den FC Barcelona und bestritt 63 Spiele für die spanische Nationalmannschaft.
2001–2002: Anfänge auf der ATP-Tour [Bearbeiten]
Rafael Nadal suchte schon früh den Weg auf die Profitour. Im Jahr 2001 wurde der Spanier erstmals als Profi-Spieler gemeldet und spielte bei einigen niederklassigen Wettbewerben.
2002, mit erst 16 Jahren, gelang dem Mallorquiner sein erster Sieg auf der ATP-Tour. Im selben Jahr gewann Nadal sechs Titel bei kleineren spanischen, unterhalb der höchsten Turnierkategorie angesiedelten Turnieren der Future-Serie. Im Juni erreichte er bei seinem einzigen Start auf der Junioren-Tour das Halbfinale von Wimbledon.
Zum Jahresende 2002 hatte sich der Spanier um rund 600 Plätze in der Tennis-Weltrangliste verbessert und beendete die Saison erstmals unter den 200 besten Spielern der Welt.
2003–2004: Erster Turniergewinn und Sieg gegen Roger Federer [Bearbeiten]
Die Saison 2003 begann für Nadal mit einigen Finalteilnahmen auf der Challenger-Tour, bevor er sich im April 2003 erstmals für ein Turnier der Masters-Series qualifizieren konnte. In Monte Carlo macht er mit Siegen über Karol Kucera und Albert Costa auf sich aufmerksam, ehe er in der dritten Runde gegen den späteren Finalisten Guillermo Coria verlor. Durch diesen Erfolg hatte Nadal weitere wichtige Punkte in der Rangliste errungen, die ihm in den nächsten Wochen und Monaten die regelmäßige Teilnahme an Turnieren der ATP-Tour, der höchsten Spielklasse im Herrentennis, ermöglichten. Eine Verletzung verhinderte einen ersten Start bei den French Open. Wenige Wochen später erreichte er bei seinem ersten Start in Wimbledon mit 17 Jahren als jüngster Spieler seit dem sechzehnjährigen Boris Becker 1984 die dritte Runde. Später im Jahr folgte die bis dahin beste Platzierung auf der ATP-Tour mit Erreichen des Halbfinales beim Turnier in Umag. Schon in der Saison 2003 deutete sich Nadals besondere Stärke auf Sandplätzen an: 11 seiner 14 Saisonsiege konnte er auf diesem Spielbelag vorweisen. Zum Jahresende stand Rafael Nadal erstmals in den Top 50 der Tennis-Weltrangliste. Nadal spielte in der Saison 2003 zudem für den TC Blau-Weiß Neuss in der Tennis-Bundesliga.
Bereits zu Jahresbeginn 2004 hatte er in Auckland auf Hard Court erstmals das Finale eines ATP-Turniers erreicht, war aber Dominik Hrbaty unterlegen. Bei seinem Debüt bei den Australian Open zog Nadal in die dritte Runde ein, in der er Lleyton Hewitt unterlag. Beim Miami Masters besiegte er den Weltranglisten-Ersten Roger Federer in zwei Sätzen mit 6:3 und 6:3 und konnte ins Achtelfinale einziehen.
Der Spanier erreichte bei Sandplatzturnieren mehrmals die Runde der letzten Acht. Auch beim Turnier von Estoril zog der Spanier ins Viertelfinale ein. Bei seinem Dreisatz-Sieg über den Franzosen Gasquet erlitt der Siebzehnjährige eine Stressfraktur im Mittelfußknochen, die ihn zu einer dreimonatigen Pause zwang. Das Comeback fand im Juli in Bastad statt. Nadal erreichte auf Anhieb erneut das Viertelfinale, wo er gegen Gaston Gaudio verlor.
Im August 2004 gewann Nadal erstmals ein ATP-Turnier, er siegte in Sopot. Bei den US Open 2004 erreichte Nadal zusammen mit Tommy Robredo erstmals das Halbfinale eines Grand Slam-Turniers im Doppel. Nach eher durchschnittlichen Leistungen in der Hallensaison beendete Rafael Nadal die Saison 2004 auf Platz 51 der Weltrangliste.
Ein letztes Highlight folgte im Dezember, als Nadal zum Sieg der spanischen Mannschaft im Davis-Cup-Finale gegen die USA beitrug. Mit 18 Jahren und 6 Monaten war er bei seinem Sieg über Andy Roddick der zweitjüngste Spieler (nur Boris Becker war 1985 im Daviscup-Finale gegen Schweden jünger), der jemals ein Einzelmatch in einem Davis-Cup-Finale gewann. Spanien besiegte die USA mit 3:2.
2005: Durchbruch und Sieg bei den French Open [Bearbeiten]
Das Jahr 2005 brachte den endgültigen Durchbruch: Rafael Nadal gewann 11 Turniere, darunter seinen ersten Grand Slam-Titel bei den French Open sowie 4 Turniere der Masters-Kategorie. Im Frühjahr gewann er 24 Spiele in Folge. Acht seiner 11 Titel gewann der Spanier auf Sand, seinem Lieblingsbelag. Nadals Jahresbilanz auf Sand wies 50 Siege und 2 Niederlagen auf, wobei er bis zum Jahresende 36 Matches in Folge ungeschlagen blieb. Nadal wurde somit zum erfolgreichsten Sandplatz-Spieler seit dem Österreicher Thomas Muster, der 1995 fünfundsechzig Siege bei zwei Niederlagen feierte.
Den größten Erfolg feierte Rafael Nadal im Juni bei den French Open in Paris. Er war der erste Spieler seit Mats Wilander 1982, der die French Open gleich beim Debüt gewinnen konnte. Im Halbfinale besiegte er an seinem neunzehnten Geburtstag sensationell den Weltranglisten-Ersten Roger Federer mit 6:3, 4:6, 6:4 und 6:3. Mit seinem Sieg über Mariano Puerta im Finale in Paris wurde Nadal mit 19 Jahren und 2 Tagen der jüngste Grand Slam-Sieger seit Pete Sampras bei den US Open im Jahre 1990.
Nach 24 Siegen in Folge verlor Nadal erstmals wieder in Halle gegen den Deutschen Alexander Waske. Auch in Wimbledon musste der Spanier eine relativ frühe Niederlage einstecken: er verlor als Nummer vier der Setzliste gegen den Luxemburger Gilles Müller in der zweiten Runde. Nach der Rückkehr auf die Sandplätze im Juli setzte der Spanier seine Siegesserie mit Turniergewinnen in Bastad und Stuttgart fort. Nadals Siegesserie auf Sand überstand das Jahr 2005. Im Anschluss gewann er in Montreal den ersten Titel auf Hard Court, als er Andre Agassi in drei Sätzen schlug. Nach einer relativ frühen Niederlage bei den US Open gegen den Amerikaner James Blake in der dritten Runde, gewann der Spanier in Peking seinen zehnten ATP-Titel. Er siegte im Finale gegen Guillermo Coria. Im Oktober triumphierte Nadal in Madrid auch erstmals bei einem Hallen-Turnier der Masters Serie gegen Ivan Ljubicic.
Ende des Jahres 2005 rückte der Spanier immer stärker in die Rolle des Herausforders des Schweizer Weltranglisten-Ersten Federer. Federer wie auch Nadal beendeten das Jahr mit je 11 Turniersiegen, wobei beide je vier der höchsten Masters-Kategorie gewannen. Federer konnte 81 und Nadal 79 Matchgewinne verbuchen.
Nadal beendete das Jahr auf dem zweiten Platz der Tennis-Weltrangliste. Er war damit der erste Teenager seit Boris Becker im Jahr 1986, dem dies gelang.
2006: Rekordserie auf Sand und zweiter Sieg in Paris [Bearbeiten]
Nadal 2006 beim Masters Cincinnati
Rafael Nadal bei den US Open 2006
Im Jahr 2006 begann Nadal mit einer Bilanz von 22 Siegen bei 25 Matches innerhalb der ersten vier Monate des Jahres. In den Finals von Dubai (Hartplatz), Monte Carlo, Rom und Paris (alle auf Sand) schlug er erneut den Weltranglisten-Ersten Roger Federer. Nadal entwickelte sich mehr und mehr zum einzigen Gegner des die Szene dominierenden Schweizers. Wie im Vorjahr beendete Nadal das Jahr auf dem zweiten Platz der Weltrangliste.
Nach seinem Erfolg in Monte Carlo siegte Nadal auch in Barcelona. Beim Masters-Turnier in Rom bezwang Nadal im Finale erneut Federer, diesmal nach über fünf Stunden und Abwehr zweier Matchbälle mit 6:7, 7:6, 6:4, 2:6 und 7:6. Mit diesem Sieg war Nadal seit 53 Matches auf Sand unbesiegt und stellte damit den Rekord von Guillermo Vilas aus dem Jahre 1973 ein.
In seiner ersten Partie in Roland Garros löschte Rafael Nadal die gemeinsam mit Guillermo Vilas gehaltene Bestmarke von 53 aufeinanderfolgenden Siegen auf Sandplätzen. Im Finale am 11. Juni traf er erneut auf den Weltranglistenersten Federer. Diesmal siegte Nadal nach 3 Stunden und 2 Minuten in vier Sätzen mit 1:6, 6:1, 6:4 und 7:6 (7:4). Mit diesem Sieg hatte Nadal nunmehr 60 Siege auf Sand in Folge errungen.
Im Anschluss zeigte sich Nadal auch auf Rasen stark verbessert. In Wimbledon erreichte der Sandplatzspezialist das Endspiel. Nadal war der erste Spanier seit dem Titelgewinn seines Landsmannes Manuel Santana 1966, dem der Einzug ins Finale der Offenen Meisterschaften von England gelang. Dort kam es erneut zu einem Duell zwischen Nadal und dem dreifachen Champion Federer, der die fünf letzten Vergleiche gegen den Spanier alle verloren hatte. Der Schweizer gewann 6:0, 7:6 (7:5), 6:7 (2:7) und 6:3. Für Nadal war die Niederlage an der Church Road die erste in einem Finalspiel nach insgesamt 14 Erfolgen in Serie. Zum Abschluss des Jahres erreichte er das Halbfinale des Tennis Masters Cups.
2007: Dritter Sieg bei den French Open [Bearbeiten]
Rafael Nadal im Finale der French Open 2007
Zu Beginn des Jahres 2007 erreichte Nadal das Viertelfinale der Australian Open, unterlag dort jedoch Fernando Gonzalez klar in drei Sätzen. Beim Masters-Turnier in Indian Wells feierte Nadal dann seinen ersten Turniersieg seit den French Open im vergangenen Jahr. Beim Masters-Turnier in Miami unterlag er dann jedoch im Viertelfinale Novak Đoković, den er im Finale von Indian Wells noch bezwungen hatte. Am 22. April verteidigte Nadal dann seinen Titel beim Masters-Turnier in Monte Carlo gegen den Weltranglisten-Ersten Roger Federer mit 6:4 und 6:4. Dies war bereits Nadals 7. Sieg im 10. Aufeinandertreffen mit dem Schweizer.
Am 13. Mai verteidigte er seinen Titel bei Masters in Rom mit einem 6:2 und 6:2 gegen Fernando Gonzalez. Zu diesem Zeitpunkt war Nadal damit seit 78 Matches auf Sand unbesiegt. Mit dem Erfolg im Halbfinale gegen den Russen Nikolai Dawydenko stellte der Spanier zudem einen neuen Rekord von ungeschlagenen Spielen auf einem Belag auf. Den bisherigen Rekord hatte John McEnroe gehalten. Auch im Master von Hamburg erreichte Nadal das Finale, doch diesmal verlor er nach 81 Siegen auf Sand gegen den Weltranglistenersten Roger Federer mit 6:2, 2:6 und 0:6. Bei den French Open erreichte er das Finale, in dem er am 10. Juni Roger Federer mit 6:3, 4:6, 6:3 und 6:4 in 189 Minuten bezwang. Somit gelang Nadal der French Open-Hattrick. Dies schaffte zuletzt Björn Borg 1980.
Beim Turnier in Wimbledon gewann Nadal im Achtelfinale gegen Mikhail Youzhny nach einem 0:2-Satzrückstand noch das Match, nachdem der Russe wegen Rückenproblemen eingeschränkt war. Im Finale traf Nadal wie im Vorjahr auf Roger Federer. Nach fünf umkämpften Sätzen konnte sich schließlich Federer mit 7:6, 4:6, 7:6, 2:6 und 6:2 durchsetzen.
Bei den US-Open verlor Nadal, der sich mit Knieproblemen plagte, im Achtelfinale gegen seinen Landsmann David Ferrer in vier Sätzen. Beim Paris Masters erreichte Nadal nach Siegen gegen Youzhny und Marcos Baghdatis das Finale, in welchem er gegen Nalbandian unterlag.
Bei seinem letzten Turnier des Jahres, dem Masters Cup in Schanghai, bezwang er in der Gruppenphase Richard Gasquet mit 3:6, 6:3 und 6:4. In seinem zweiten Gruppenspiel verlor er gegen David Ferrer in drei Sätzen und musste um das Weiterkommen bangen. Allerdings gewann er sein letztes Gruppenspiel gegen den Serben und Aufsteiger des Jahres Novak Đoković unerwartet leicht mit 6:4, 6:4 und zog somit als Gruppenzweiter in das Halbfinale ein, in welchem er Roger Federer unterlag. Nadal beendete auch das Jahr 2007 als Nummer zwei der Weltrangliste und auch auf dem zweiten Platz im Championsrace.
2008: Siege in Paris, Wimbledon und bei Olympia, Weltranglisten-Erster [Bearbeiten]
Rafael Nadal bei den Pacific Life Open 2008
Rafael Nadal in Ohio 2008
Bei den Australian Open 2008 und beim Masters-Turnier wo er als Titelverteidiger in Indian Wells antrat, erreichte Nadal jeweils das Halbfinale. Im unmittelbar anschließenden Masters-Turniers von Miami kam er bis in das Endspiel, musste sich jedoch dem Russen Nikolay Davydenko in zwei Sätzen mit 4:6 und 2:6 geschlagen geben.
Mit einem 7:5, 7:5-Erfolg gegen Roger Federer holte sich Nadal den vierten Titel von Monte Carlo in Folge und machte so einen historischen Sieg perfekt. Für den Spanier wurde es der 24. Einzeltitel in seiner Karriere und der 19. auf Sand. Im Doppel gewann er zusammen mit Tommy Robredo ebenfalls das Endspiel, und somit den vierten Titel in seiner Profilaufbahn. Bei den Barcelona Open Seat Gódo schlug er im Finale seinen Landsmann David Ferrer mit 6:1, 4:6 und 6:1. Damit ist Nadal der einzige, der dieses Turnier vier Mal in Folge gewinnen konnte.
In Hamburg konnte der Spanier sich für die Niederlage vom letzten Jahr im Finale des Turniers in Hamburg gegen Roger Federer mit 7:5, 6:7 und 6:3 revanchieren. Es war das bis dahin 16. Aufeinandertreffen der beiden Rivalen, Nadal hatte dabei eine Bilanz von 10:6. Rafael Nadal ist erst der dritte Spieler der Tennisgeschichte, der alle drei Masters-Turniere auf Sand gewinnen konnte.
Bei den French Open 2008 erlangte Nadal ohne einen einzigen Satzverlust seinen 22. Turniersieg auf Sand und den vierten Sieg in Folge bei den French Open. Damit konnte er den Open-Era-Rekord von Björn Borg egalisieren. In nur 107 Minuten, dem kürzesten Finale seit 1980 besiegt er im Finale Roger Federer deutlich mit 6:1, 6:3 und 6:0. Wenige Tage später, am 15. Juni 2008, gewann Nadal sein erstes Turnier auf Rasen mit 7:6 und 7:5 gegen den Serben Novak Đoković beim Turnier im Queen’s Club von London.
Beim Turnier von Wimbledon kam es wie in den vergangenen zwei Jahren erneut zum Finale zwischen Nadal und Roger Federer. Diesmal jedoch gewann der Spanier in einem knappen Fünf-Satz-Match mit 6:4, 6:4, 6:7, 6:7 und 9:7. Damit beendete er die Siegesserie Federers, der zwischen 2003 und 2007 das Turnier fünf Mal in Folge gewinnen konnte. Mit diesem Sieg gelang es zum ersten Mal seit Björn Borg 1980 einem Spieler, die French Open und Wimbledon im selben Jahr zu gewinnen. Außerdem war Nadal nach Manuel Santana, der 1966 in Wimbledon erfolgreich war, der zweite Spanier, dem ein Sieg bei diesem Grand-Slam-Turnier gelang.
Beim Turnier von Cincinnati verlor Nadal bereits im Halbfinale; da Roger Federer aber schon im Achtelfinale ausgeschieden war, löste Nadal ihn an der Spitze der Tennisweltrangliste ab. Federer hatte diese 237 Wochen in Folge innegehabt. Am 17. August 2008 errang Nadal bei den Olympischen Sommerspielen in Peking die Goldmedaille mit einem 6:3, 7:6 und 6:3 über den Chilenen Fernando González. Bei den US Open konnte sich Nadal gegenüber dem Vorjahr steigern und erreichte zum ersten Mal das Halbfinale, in dem er sich dann aber Andy Murray geschlagen geben musste. Auch das spanische Heimspiel bei den Madrid Masters endete für Nadal mit einer Halbfinalniederlage gegen den ungesetzten Franzosen Gilles Simon. Das letzte Masters in Paris musste Nadal im Viertelfinale abbrechen – wegen einer Knieverletzung, die auch zur Absage seiner Teilnahme am Tennis Masters Cup und am Davis-Cup-Finale führte.
2009: Sieg bei den Australian Open und erste Niederlage in Paris
Das Jahr 2009 begann für Rafael Nadal mit dem ATP Turnier von Doha in Qatar. Nach klaren Siegen in den ersten beiden Spielen schied Nadal im Viertelfinale gegen den Franzosen Gaël Monfils mit 4:6 und 4:6 aus. Dagegen lief es im Doppelwettbewerb zusammen mit seinem Landsmann Marc López besser. Sie sicherten sich den Doppelsieg gegen die kanadisch-serbische Paarung Daniel Nestor und Nenad Zimonjić mit 4:6, 6:4 und 10:8.
Am 1. Februar gelang Nadal bei den Australian Open der erste Grand-Slam-Sieg auf einem Hartplatz. Im Finale besiegte er Roger Federer nach 4:23 Stunden in fünf Sätzen mit 7:5, 3:6, 7:6 (7:3), 3:6 und 6:2. Für Nadal war es der insgesamt sechste Grand-Slam-Titel, der 13. Sieg im 19. Duell gegen Federer und gleichzeitig der erste Einzel-Sieg eines Spaniers bei den Australian Open.[1]
Nach vier weiteren Turniersiegen in Indian Wells, Monte Carlo, Barcelona und Rom schied Rafael Nadal am 31. Mai im Achtelfinale der French Open 2009 in einem Spiel über vier Sätze völlig überraschend gegen den Schweden Robin Söderling aus. Es war seine erste Niederlage bei den French Open überhaupt. Verletzungsbedingt trat Nadal nicht bei den Wimbledon Championships 2009 an und musste durch den Triumph von Roger Federer seine Führungsposition in der Weltrangliste wieder an Federer abgeben. Nadal stand vom 18. August 2008 bis zum 5. Juli 2009 insgesamt 46 Wochen auf Platz 1 der Weltrangliste. Nach seiner Verletzungspause startete Rafael Nadal erstmals wieder beim Rogers Cup, einem Vorbereitungsturnier der US Open in Kanada, wo er im Viertelfinale von Juan Martín del Potro gestoppt wurde. Beim darauf folgenden, ebenfalls auf Hartplatz stattfindenden Turnier der Masters Series in Cincinnati, erreichte er bereits das Halbfinale, scheiterte dort jedoch an Novak Đoković.
Die US Open verliefen mit klaren Siegen zunächst sehr vielversprechend. Bis zum Halbfinale musste Nadal lediglich zwei Mal über vier Sätze gehen. Dort traf er dann auf den späteren US-Open-Sieger Juan Martín del Potro, gegen den er mit 2:6, 2:6 und 2:6 verlor.
2010: Karriere-Grand-Slam und erneut Erster in der Weltrangliste
Bei den Australian Open 2010 musste der Titelverteidiger Nadal im Viertelfinale gegen den späteren Finalisten Andy Murray im dritten Satz wegen einer leichten Knieverletzung aufgeben. Ein „leichter Einriss im Gewebe“ erforderte zudem eine vierwöchige Pause. [2] Zwei Halbfinals erreichte „Rafa“ zu Beginn der amerikanischen Hardcourtsaison in Indian Wells und Miami.
Im April erreichte Nadal Historisches, indem er bei seinem Lieblingstunier in Monte Carlo auf Sand bereits zum sechsten Mal seit 2005 gewann. Er besiegte im Finale in eindrucksvoller Manier seinen Landsmann Fernando Verdasco mit 6:1 6:0 und beendete somit seine Durststrecke nach elf Monaten ohne Tuniererfolg. Auf der Pressekonferenz nach dem Endspiel teilte er mit, dass er auf einen Start in Barcelona verzichten werde, um seine Physis zu schonen.
Der Spanier verteidigte anschließend seinen Titel in Rom erneut. Durch seinen 6:4 7:6-Erfolg gegen Roger Federer in Madrid und den damit 18. Gewinn eines Master Turnieres überholte Nadal Andre Agassi in der Statistik, der es auf 17 Erfolge gebracht hatte.
Bei den French Open gelang ihm – ohne Satzverlust – sein fünfter Turniersieg bei diesem Turnier. Er gewann das Finale gegen den Schweden Robin Söderling mit 6:4, 6:2, 6:4 und konnte die Weltranglisten-Führung von Roger Federer zurückerobern.[3] Am 4. Juli 2010 gewann Nadal seinen zweiten Wimbledontitel, indem er Berdych, der zuvor Roger Federer und Novak Djokovic aus dem Turnier warf, 6:3, 7:5 und 6:4 besiegte.
Am 11. September 2010 hat sich Nadal zum ersten mal für das Finale der US Open qualifiziert, welches er am 13. September in 4 Sätzen 6:4, 5:7, 6:4 und 6:2 gegen Novak Djokovic gewann. Im gesamten Turnierverlauf gab Nadal nur fünf Aufschlagspiele ab und stellte damit den bisherigen Rekord von Andy Roddick aus dem Jahr 2003 ein.
Spielweise und Besonderheiten
Nadals bevorzugter Untergrund ist der Sandplatz, ein Belag auf dem er schwer zu schlagen ist. Oft wird er deshalb als Sandkönig („el rey de la tierra“) bezeichnet. Nadals Spielweise ist durch ein kraftvolles und aggressives Grundlinientennis geprägt. Vor- und Rückhandschläge werden mit, für Spanier und Südamerikaner charakteristischem, starkem Topspin gespielt. Dies erreicht er unter anderem durch seinen extremen Vorhandgriff Westerngriff und hohe Beschleunigung des Schlägerkopfes. Seine beidhändige Rückhand gilt als eine der Härtesten im Profitennis.
Nadals Spielhand ist die Linke, obwohl er Rechtshänder ist. Verantwortlich hierfür ist sein Trainer und Onkel Toni Nadal, der die Ansicht vertrat, Rafael Nadals beidhändige Rückhand würde von einem starken rechten Arm profitieren.
Bemerkenswert ist auch die außergewöhnliche Athletik des Mallorquiners und hier im Besonderen seine enorme Schnelligkeit und Beweglichkeit, die es ihm oft ermöglicht, auch schwierige Bälle auf der Rückhandseite zu umlaufen und stattdessen seinen stärkeren Vorhandschlag einzusetzen. Nadal gilt als nervenstark und besitzt ein außergewöhnlich ausgeprägtes Antizipationsvermögen. Auf Grund dieser Fähigkeiten werden die Gegner des Spaniers zu sehr aktivem und risikoreichem Spiel gezwungen.
Beim Aufschlagsspiel setzt Nadal im Unterschied zu vielen seiner Konkurrenten nicht auf Geschwindigkeit, sondern auf eine geschickte Platzierung der Bälle. Nadal verfolgt hierbei die Strategie, möglichst extreme Winkel zu spielen und so seine Gegner unter Druck zu setzen. Oft wurde Nadal in der Vergangenheit für sein Verhalten beim Aufschlag kritisiert, vor dem er eine ritualisierte Bewegungsfolge ausführt, die eine relativ lange Zeit in Anspruch nimmt. Dies führt bei manchen Gegnern zur Verärgerung, da diese sich in ihrem Spielrhythmus gestört fühlen.
Quelle http://www.wikipedia.de
