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Rafael Nadal French Open 2012

 Historischer Sieg für Rafael Nadal beim 2012 French Open

„Doppelfehler von Djokovic: Nadal gewinnt French Open

mage by Iberia Airlines via FlickrRafael Nadal con Iberia

Historischer Sieg

Historischer SiegJetzt kämpfen die beiden Superstars am Montag wieder um ihre jeweils ganz persönliche Bestmarke: Nadal greift nach dem siebten Roland-Garros-Titel – er würde damit Sechsfach-Champion Björn Borg in den Schatten stellen. Der Serbe träumt dagegen vom „Djoko Slam“: Er will als erster Tennisprofi seit Rod Laver vor 43 Jahren alle vier Grand-Slam-Titel auf einmal halten. Die „L´Equipe“ schrieb von einem „Rendezvous mit der Geschichte“. Der zweite Teil des Matches im Liveticker….Weiterlesen unter Historischer Sieg- Doppelfehler von Djokovic: Nadal gewinnt French Open – FOCUS Online„Weiterlesen

 

 

 

Wirkungsvollere Grundschläge

Wirkungsvollere Grundschläge

Viele Tennisspieler wundern sich, dass ihre Schläge nicht immer die gewünschte Wirkung haben, trotz des Aufwandes, die sie betreiben. Djokovic, Nadal und Federer machen es vor, wie es anders sein kann. Allerdings muss man bei Nadal etwas unterscheiden. Seine Bälle sind mit soviel Vorwärtsdrall gespielt, sie springen dem Gegner förmlich ins Gesicht, die Bälle sind extrem unangenehm zu spielen. Wer da nicht richtig zum Ball steht, gerät ganz schnell unter Druck. Vielleicht haben Sie den Ausdruck „heavy ball“ schon mal gehört. Das hat nichts mit dem eigentlichen Gewicht des Balles zu tun, sondern eher mit der Wirkung des Balles nach dem Abspringen.

Wirkungsvollere Grundschläge

Topspieler wie Federer, Djokovic, Nadal und früher vor allem Sampras und Steffi Graf waren bekannt für diese Art von Bällen. Welche Wirkung haben die sogenannten „heavy balls“? Diese Bälle haben die Eigenschaft, dass sie nach dem Aufprall schnell nach vorne abspringen. Selbst bei relativ langsam geschlagenen Bällen spürt man einen gewissen Druck. Die Vorhand von Steffi Graf war lange eine gefürchtete
Effektive Tennisgrundschläge

Effektive Tennisgrundschläge

Waffe, denn ihre Bälle ließen lange Abdrücke nach dem Aufprall, sie rutschten förmlich weg. Steffi Graf konnte mit diesem Schlag viele direkt Punkte erzielen. Djokovic ist ein anderes Beispiel dafür wie man im Vergleich zu einem Spieler wie Nadal mit weniger Aufwand den Ball beschleunigen kann. Die Bälle von Nadal sind aufgrund des enormen Dralles zwar unangenehm zu retournieren, sie sind aber meiner Ansicht nach nicht so effektiv, wie die Bälle von Djokovic, die, wenn er beschleunigt, sehr schnell werden. In der Abbildung möchte ich Ihnen drei Arten von Aufprallarten demonstrieren, beim Aufprall des Balles bei C, erkennt man deutlich, dass der Ball nach dem Aufprall nicht nach vorne Abspringen sondern lediglich nach oben und hat, auch wenn er schnell gespielt wird, nicht eine besondere Wirkung, auf Clubebene findet man solche Bälle besonders häufig. Das kann ziemlich frustierend sein für einen Spieler, der mit viel Aufwand versucht den Ball zu beschleunigen und trotzdem nicht allzuviel Druck erzeugen kann. Die Beispiele B und A stellen die anderen beiden Varianten dar, B stellt die Art des Topspins, wie Nadal ihn spielt dar, dieser wird mit sehr viel Vorwärtsdrall gespielt und springt nach dem Aufprall schnell und hoch ab. Bei Variante A spring der Ball nach dem Aufprallen schnell und flach nach vorne ab, so wie bei Djokovic, Federer und einst Steffi Graf . Wenn Sie eher der Topspinspieler sind, dann versuchen die Schlagfläche noch schneller nach oben zu beschleunigen, um den Ball mehr Vorwärtsdrall zu verleihen. Sind sind ein Spieler, der eher einen geraden Schlag bevorzugen, versuchen Sie etwas länger nach vorne „durch“ den Ball zu schwingen. Verlängern Sie sozusagen die Treffstrecke. In beiden Fällen wird es Ihnen wahrscheinlich nicht sofort gelingen, aber probieren Sie es immer wieder im Training und fragen Sie ihren Spielpartner, ob er einen  Unterschied feststellen kann, wenn Sie etwas verändern.  Mit der Rückmeldung Ihres Partners, sehen Sie dann, ob es Ihnen gelingt eine größere Wirkung mit Ihren Bällen zu erzielen.  Wirkungsvollere Grundschläge
14. Februar 2012
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Roger Federer beim Training als Junior. Wenn man Roger Feder beim Tennispielen zussieht, kann man den Eindruck bekommen, dass er so gut wie gar nicht schwitzt, dass er sich kaum anstrengen muss.
Er spielt viel ökonomischer als viele andere Spieler, das wird dazu beitragen, dass er nicht so anfällig ist für Verletzungen.

Auch wenn man es nicht vermutet, aber auch Roger Federer muss sehr hart arbeiten, um auf solchem Niveau zu Spielen. In diesem Video bekommt man einen kurzen Einblick, wie sein Training früher aussah.

Warum Haben Wir so wenig Spitzenspieler?



Wenn wir überlegen, wie viele Menschen in Deutschland Tennis spielen, drängt sich die Frage immer wieder auf, warum gelingt es uns nicht mehr Tennisspieler zu haben, die unter den ersten 20 oder 30 der ATP Weltrangliste stehen.Uns mangelt es doch an nichts oder haben wir etwa weniger talentierte Spieler in Deutschland als anderswo? Wohl kaum.  

Meiner Ansicht nach gehen wahnsinnig viele Ressourcen und Talente verloren. Täglich erlebe ich wie hunderte von Kindern durch Tennistraining in den Vereinen geschleust werden. Nur wenigen gelingt es, irgendwann einigermaßen zu spielen geschweige den richtig gut zu werden.

Woran liegt’s?

Oftmals werden Anfänger oder ganz kleine Kinder, die gerade mit dem Tennis beginnen von Studenten oder Hilfstrainern unterrichtet, die weder über die pädagogischen Fähigkeiten verfügen noch fachlich qualifiziert sind. Was gut gemeint ist, kann aber ein fataler Fehler sein.

Wenn diese Anfänger oder Kinder dann irgendwann und irgendwie in der Lage sind ein paar Ballwechsel zu haben, dann dürfen sie zu den eigentlichen guten Tennistrainern des Vereins. Längst haben sich aber dann schon Gewohnheiten festgesetzt, die nur schwer weg zu bekommen sind.

Wenn Kinder schon eine Weile spielen und die Technik dann wieder geändert werden muss, werden sie frustriert. Nicht jeder ist hartnäckig und hat die Geduld diesen Prozess zu überstehen. 

Häufig werden auch bei Talentsichtungen nach Spielfähigkeit ausgegangen.  Wie häufig jemand den Ball übers Netz spielen kann.

Die anderen, die möglicherweise alle Voraussetzungen mitbringen aber noch nicht richtig spielen können, fallen durch das Raster und landen wieder in andere Gruppen mit den nicht so guten Spielern, die möglicherweise gar keine Veranlagung oder Motivation haben und dümpeln dann so weiter im sogenannten Breitentraining.
 

Ein Trainer, der sein Geld wert ist, muss in der Lage sein, einem Kind, das Lernwillig ist und ein paar andere Grundvoraussetzungen mitbringt, die Grundlage des Tennisspiels beizubringen, die eine Weiterentwicklung später möglich macht,  wenn der Wille da ist, es zur Spitzenklasse zu bringen.

Leider scheitern viele Kinder schon sehr früh an Ihrer eigenen verkorksten Techniken.

Wen wundert’s, sie können sich nicht weiterentwickeln, denn wer nicht irgendwann einen gewissen Erfolg für seine Bemühungen sieht, verliert die Lust oder gibt auf.

Ich habe es eigentlich noch nicht erlebt, dass Kinder aufhören Tennis zu spielen, wenn sie merken, dass sie sich ständig verbessern und weiterentwickeln.

Im Gegenteil, sie können es nicht erwarten Tennis zu spielen, sie sind nicht vom Platz zu bekommen. Motivieren braucht man sie nie.
Das ist aber nur möglich, wenn ein solides Fundament da ist und sie eine solide Tennistechnik haben.
 

Die besten Tennistrainer müssen an die Basis, kleine Kinder, die mit dem Tennis anfangen, müssen Schritt für Schritt systematisch die richtige Technik lernen. Natürlich muss das spielerisch passieren, denn Tennis muss und soll immer Spass machen.

Meiner Ansicht nach sollte das Denken so sein, dass wir jedem Kind das Tennis so beibringen, als ob es irgendwann zum Profi wird.
Das bedeutet, wir müssen heute überlegen, wie das Tennisspielen in 15 bis 20 Jahren aussieht.

Dafür müssen wir jetzt die Grundlage schaffen nämlich die technischen Voraussetzungen schaffen, die in 15 Jahren noch bestand haben sollen und zwar bei so vielen Kindern wie nur möglich.
 

Um heute Tennisprofi zu werden, müssen einige Voraussetzungen mitgebracht werden.
Wenn wir nur mal von einer Quote von 1% ausgehen (sehr grosszügig gerechnet), die zu Spitzenspieler werden, dann können wir nur ahnen wieviele Tennisspieler wir ausbilden müssen, damit einer es schafft an die Spitze zu kommen.

Da ist bei so vielen Kindern und Jugendlichen an der Grundlage schon mangelt, ist alles Andere eigentlich nur noch dem  Zufall überlassen.

Abgesehen von den technischen Voraussetzungen die ein Tennisspieler mitbringen sollte, gibt es noch eine ganze Reihe andere zum Beispiel:
 

  • Selbstdisziplin
  • Durchsetzungsvermögen ( nicht jeder ist in der Lage weit ab vom vertrauten Center Court mit Tribune und heimischen Fans, auf irgendwelchen hinteren Plätzen in der Qualifikation bei einem Satellite Turnier in Kalkutta gegen hungrige, aggressive Gegner, denen jedes Mittel recht ist zu gewinnen, zu einem Sieg zu kommen.

  • Kampfgeist
  • Mentale Stärke (wie gehe ich mit Niederlagen um)
  • Entbeerungen zu erdulden (weg von Zuhause oder Freunde, keine Partys, kein Alkohol oder Rauchen usw.)
  • Physische Voraussetzung (Verletzungsfrei zu bleiben)
  •  
    Die Liste könnte ich sicherlich noch fortsetzen, aber ich hoffe, dass ich mein Standpunkt deutlich gemacht haben.
     
    Kürzlich schrieb ein kleiner Verein eine Trainerstelle aus, das Trainerhonorar sollte nicht mehr als 16 Euro pro Stunde betragen, das hier schon die erste Trainerauslese stattfand, ist wohl klar.

    Wenn wir überlegen, wie das Tennis der Zukunft aussieht, welche technischen Fertigkeiten verlangt werden, dann können wir nicht länger die Tenniszukunft von irgenwelchen Hilfstrainern abhängig machen.
     
    Solange die Vereine Trainerhonorare nur als Kostenfaktoren ansehen und nicht als Investition, werden sie in Zukunft keine Tennisspieler mehr haben, die sie als Nachwuchs für eine immer elterwerdende Mitgliedschaft aufnehmen können.