Wirkungsvollere Grundschläge

Wirkungsvollere Grundschläge

Viele Tennisspieler wundern sich, dass ihre Schläge nicht immer die gewünschte Wirkung haben, trotz des Aufwandes, die sie betreiben.

Djokovic, Nadal und Federer machen es vor, wie es anders sein kann. Allerdings muss man bei Nadal etwas unterscheiden. Seine Bälle sind mit soviel Vorwärtsdrall gespielt, sie springen dem Gegner förmlich ins Gesicht, die Bälle sind extrem unangenehm zu spielen. Wer da nicht richtig zum Ball steht, gerät ganz schnell unter Druck.

Vielleicht haben Sie den Ausdruck „heavy ball“ schon mal gehört. Das hat nichts mit dem eigentlichen Gewicht des Balles zu tun, sondern eher mit der Wirkung des Balles nach dem Abspringen.

Wirkungsvollere Grundschläge

Topspieler wie Federer, Djokovic, Nadal und früher vor allem Sampras und Steffi Graf waren
bekannt für diese Art von Bällen.
Welche Wirkung haben die sogenannten „heavy balls“? Diese Bälle haben die Eigenschaft, dass
sie nach dem Aufprall schnell nach vorne abspringen. Selbst bei relativ langsam geschlagenen
Bällen spürt man einen gewissen Druck. Die Vorhand von Steffi Graf war lange eine gefürchtete

Effektive Tennisgrundschläge

Effektive Tennisgrundschläge

Waffe, denn ihre Bälle ließen lange Abdrücke nach dem Aufprall, sie rutschten förmlich weg. Steffi Graf konnte mit diesem Schlag viele direkt Punkte erzielen.

Djokovic ist ein anderes Beispiel dafür wie man im Vergleich zu einem Spieler wie Nadal
mit weniger Aufwand den Ball beschleunigen kann. Die Bälle von Nadal sind aufgrund des enormen Dralles zwar unangenehm zu retournieren, sie sind aber meiner Ansicht nach nicht
so effektiv, wie die Bälle von Djokovic, die, wenn er beschleunigt, sehr schnell werden.

In der Abbildung möchte ich Ihnen drei Arten von Aufprallarten demonstrieren, beim Aufprall des Balles bei C, erkennt man deutlich, dass der Ball nach dem Aufprall nicht nach vorne Abspringen sondern lediglich nach oben und hat, auch wenn er schnell gespielt wird, nicht eine besondere Wirkung, auf Clubebene findet man solche Bälle besonders häufig.
Das kann ziemlich frustierend sein für einen Spieler, der mit viel Aufwand versucht den Ball zu beschleunigen und trotzdem nicht allzuviel Druck erzeugen kann.
Die Beispiele B und A stellen die anderen beiden Varianten dar, B stellt die Art des Topspins, wie Nadal ihn spielt dar, dieser wird mit sehr viel Vorwärtsdrall gespielt und springt nach dem Aufprall schnell und hoch ab.
Bei Variante A spring der Ball nach dem Aufprallen schnell und flach nach vorne ab, so wie bei Djokovic, Federer und einst Steffi Graf .

Wenn Sie eher der Topspinspieler sind, dann versuchen die Schlagfläche noch schneller nach oben zu beschleunigen, um den Ball mehr Vorwärtsdrall zu verleihen.

Sind sind ein Spieler, der eher einen geraden Schlag bevorzugen, versuchen Sie etwas länger nach vorne „durch“ den Ball zu schwingen. Verlängern Sie sozusagen die Treffstrecke.
In beiden Fällen wird es Ihnen wahrscheinlich nicht sofort gelingen, aber probieren Sie es immer wieder im Training und fragen Sie ihren Spielpartner, ob er einen  Unterschied feststellen kann, wenn Sie etwas verändern.  Mit der Rückmeldung Ihres Partners, sehen Sie dann, ob es Ihnen gelingt eine größere Wirkung mit Ihren Bällen zu erzielen.

 Wirkungsvollere Grundschläge

Tennis Saisonvorbereitung

Tennis Saisonvorbereitung

Das ist nicht mehr lange bis zur neuen Freiluftsaison. Viele Tennisspieler nutzen die Osterferien oder den Monat April, um eine Tennisreise zu machen zur Vorbereitung auf die neue Saison.

Das klingt alles sehr schön, aber für manche endet die Freude schon nach wenigen Tagen. In den Prospekten sieht es immer ganz verlockend aus, 3 Stunden Tennis Täglich mit morgentlichem Joggen am Strand!

Wer schon mal so eine Tennisreise mitgemacht hat, weiß wieviele noch am Ende der Reise morgens noch zum Joggen motiviert werden können.
Was ist das Problem?
Viele Tennisspieler, die eine Tennisreise buchen, übernehmen sich schlichtweg. Sie sind dan schon nach nur wenigen Tage völlig erschöpft, haben Blasen an Händen und Füßen oder sie sind schon verletzt. Wer nicht daran gewöhnt ist, täglich 3 Stunden Tennis zu spielen, tut sich kein Gefallen damit eine solche Reise zu buchen, ohne entsprechend vorbereitet zu sein.
Das ist eine sehr gute Idee im Frühjahr eine Tennisreise zu buchen. Wenn die Saison beginnt, haben Sie sich schon längst an die Verhältnisse draußen gewöhnt.

Wenn Sie aber vorhaben auf einer Tennisreise sehr intensiv zu spielen, dann sollten Sie sich gründlich darauf vorbereiten. Sie haben jetzt nur noch wenige Wochen, in denen Sie sich noch vorbereiten können.
Was können Sie tun?

  • Wenn Sie in Mitglied im Fitnessstudio sind, machen Sie etwas Krafttraining für Schulter, Knie und Handgelenke und Wadenmuskulatur.
  • Auch Zuhause geht es.
  • Fangen Sie an etwas zu joggen.
  • Versuchen jetzt schon mehr Tennis zu spielen, so daß Ihre Hände sich daran gewöhnen können.
  • Fangen Sie im Urlaub langsam an, wenn Sie sonst nicht so oft in der Woche Tennisspielen.
  • Teilen Sie Ihre Kräfte ein und hören Sie vor allem auf Ihrem Körper.
  • Übertreiben Sie es nicht in den ersten Tagen, Ihr Körper muss sich umstellen

Es nutzt allerdings wenig, wenn Sie physisch Fit sind, aber Ihre Ausrüstung nicht in Ordnung ist. Sorgen Sie dafür, dass Sie Ihre Schläger vor der Reise neu bespannen lassen.

  • Es ist immer ärgerlich, wenn eine Saite reißt und kein Ersatz da ist.
  • Haben Sie immer einen Ersatzschläger dabei, damit Sie auf alle Eventualitäten vorbereitet sind.
  • Ersatzgriffbänder sollten auch immer dabei sein, wenn Sie viel Spielen.
  • Pflaster oder Sporttape sollten auch nicht fehlen.
  • Magnesiumtabletten, für den Fall, dass Sie anfällig sind für Krämpfe.
  • Trinken Sie viel Wasser  vor Ihrem Training.

Ich könnte sicherlich noch viele Dinge auflisten, worauf Sie achten sollten, aber da ist jeder anders.

Sehen Sie Ihre Tennisreise ganz entspannt, quälen Sie sich vor allem nicht, sonst kann Ihnen der Spaß vergehen.  Spielen Sie nicht zuviel,  setzen Sie ruhig mal eine Runde aus, sonst vergeht Ihnen am Ende die Lust!

 

 

 

 

Nadal Djokovic 2012

Hier gibt es noch ein paar Highlights aus dem Spiel Djokovic gegen Nadal. Ein Beispiel dafür, wie stark der Siegeswille sein kann. Man kann sich die Belastung der Körper der beiden Spieler kaum
vorstellen. Wer schon mal ein 3 – 4 Stunden Match auf einem Hartplatz gespielt hat, weiß, wie sich die Beine und Füße am nächsten Tag anfühlen, die Beiden spielten aber beinahe 6 Stunden!

Tennis und Psyche

Mentale Stärke ist häufig der entscheidende Faktor zwischen zwei gleich starken Spielern und Spielt vor allem im Sport eine wichtige Rolle.

Viele Tennisspieler leiden unter „Schwachen Nerven“ d. h. sie sind nicht in der Lage Ihre Emotionen zu kontrollieren:

  • Sie werden nervös und beginnen verhalten zu spielen
  • Ihr Spiel wird zunehmend unsicherer
  • Sie können häufig während eines Matches nicht mehr klar denken.
  • Die Bewegungen wirken gehemmt
  • Häufig führen sie in einem Match und verlieren trotzdem noch, weil sie sich nicht trauen, das Spiel konsequent zu Ende zu spielen.

Aus meiner Erfahrung, und das erleben wir häufig bei jugendlichen, werden unzählige Spiele dadurch verloren, dass die Spieler nicht mehr mit der gleichen Konsequenz das Spiel zu Ende spielen. Die Angst nicht zu gewinnen wird so groß, dass jede Bewegung nur gehemmt ausgeführt wird. Es wird nicht mehr gespielt, um zu gewinnen, sondern es wird gespielt, um nicht zu verlieren und das ist ein gewaltiger Unterschied.

Profis dagegen spielen jedes Spiel mit derselben Konsequenz zu Ende, das heißt, dass sie mit der gleichen Strategie bis zum Ende des Matches spielt.

Der Spruch “Never change a winning game” kennt fast jeder Tennisspieler, dieser wird aber von nur wenigen beherzigt.
Wenn ein Spieler einen Vorsprung während eines Matches erspielt hat, ist es sehr wichtig, alles daran zu setzen den Vorsprung zu behalten, denn das geringste
Nachlassen, gibt dem Gegner neue Hoffnung und Motivation.
Wenn meine Strategie das schnelle Spiel war, darf ich nicht plötzlich langsamer spielen oder wenn ich mit Mondbällen bis dahin erfolgreich war, darf ich nicht in der entscheidenden Phase des Spiels diese Strategie ändern.

Was kann ein Spieler tun, um mentale Stärke zu erlangen?

1. Regelmäßig trainieren, denn wer Sicherheit in den Schlägen hat, kann selbstbewusster spielen.
2. Trainingsmatches ohne Angst zu verlieren spielen.
3. Nicht an das Endergebnis denken, sondern immer nur Punkt für Punkt spielen.
4. Verlorene Punkte sofort vergessen.
5. Nicht die Taktik ändern, solange man führt und konsequent das Match zu Ende spielt.

Diese Tipps werden Ihnen helfen mental noch stärker zu werden.

Tennis und Psyche zu Tennis Technik

Federer Tsonga London 2011